Jobangebote sind wie alte Freunde – sie kommen immer überraschend und zu den unmöglichsten Zeiten

Neulich hat mich jemand gefragt, was die beste Strategie bei der Jobsuche ist. Ganz ehrlich? Ich hab keine Ahnung, außer, dass man immer offen und bereit sein sollte und bereitwillig davon erzählt, dass man gerade sucht. Denn Jobangebote kommen manchmal ganz plötzlich hereingeschneit, wenn man es gar nicht erwartet, so wie alte Freunde.

So auch bei mir: Einmal habe ich ein Stellenangebot unaufgefordert weitergeleitet bekommen von jemanden. Die Person wusste zwar, dass ich gerade suche, aber mehr auch nicht. Ich habe mich also kurzerhand beworben, denn es war eine Stelle, die interessant klang. Natürlich habe ich versucht die Stelle zu googeln, aber bei keinen der gängigen Jobsuchmaschinen gefunden. Hätte mir die Person das Stellenangebot nicht weitergeleitet, hätte ich mich nie bewerben und schlussendlich die Stelle antreten können.

Ein anderes Mal erhielt ich aus heiterem Himmel ein Jobangebot von einem Kunden. Er wusste nicht, dass ich suche, er wollte es einfach probieren, weil er die Zusammenarbeit mit mir schätze. Es war ein sehr verlockendes Angebot, auch wenn es mich dazu zwang zu überlegen inwieweit ich tatsächlich meine damalige Stelle kündigen wollte und konnte.

Einmal bewarb ich mich auf eine Stelle, erhielt eine Absage und zwei Wochen später einen Anruf. Dass sie tatsächlich jemand anderes für die Stelle gefunden hätten, aber eine weitere Position zu besetzen sei, eine, die weitaus besser passen würde, ob ich daran vielleicht Interesse hätte und dafür zum Gespräch erscheinen wollte? Ich wollte und bekam über diesem Wege die Stelle.

Einmal bekam ich die Antwort, dass ich es nach dem Vorstellungsgespräch leider nur auf Position 2 geschafft hätte. Ich legte diese Firma also ad acta und bekam ein halbes Jahr später einen Anruf. Dass nun ganz plötzlich eine Stelle frei geworden wäre und sie sofort hätten an mich denken müssen. Ob ich jetzt vielleicht das Angebot annehmen wollte?

Was ich damit sagen will: Es gibt kein Geheimrezept wie man am besten bei der Jobsuche vorgeht. Ja, auch ich habe über den klassischen Weg der Bewerbung Stellen angetreten. Aber die genannten Beispiele zeigen vielleicht, dass Jobs oft unerwartet vergeben werden, oft genau dann, wenn man sich damit abgefunden hat länger arbeitslos zu sein oder wenn man gerade erst eine neue Stelle angetreten hat. Bei vielen der Anrufe habe ich mich erst einmal für das Interesse bedankt, aber gebeten ein wenig Bedenkzeit zu erhalten. Man fragt sich, warum man so eine lange Durststrecke zurücklegen musste, bei der es entweder nur Absagen gehagelt hat oder man überhaupt keine Reaktion von Firmen erhielt. Und dann plötzlich wollen einen gleich mehrere Firmen.

Manchmal kommen Angebote auch von völlig anderer Seite als erwartet. Ich zum Beispiel hätte niemals erwartet, dass sich eine Firma noch ein halbes Jahr später an meine Wenigkeit erinnert, zumal wir uns nur in einem ungefähr einstündigen Vorstellungsgespräch kennengelernt hatten.

Deshalb: immer schön Augen und Ohren offen halten und sich nicht scheuen zu erzählen, dass man aktiv auf Suche ist. Wer weiß, wenn man einen bleibenden Eindruck beim Vorstellungsgespräch hinterlässt, hat man vielleicht trotz Absage später nochmal eine Chance.

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