Geschafft!

Ich habe es und bin geschafft! 7,4 km um die Alster. Ich bin mit Kollegen gelaufen, ich war ja bekloppt genug mich anzumelden zum KKH-Lauf in der naiven Annahme, dass sich nicht nur Sportskanonen aus der Firma anmelden würden, sondern auch, na ja, langsamere Läufer halt. Ich war dann ziemlich nervös als es losging. Zwar wollten wir als Kollegen zusammen laufen, aber innerlich dachte ich, jaja, ich weiß schon, nach 300 Metern sehe ich vom Rest nur noch eine Staubwolke.

Überraschenderweise hielten sich meine Kollegen aber ans Versprechen. Ich habe eine Kollegin, die vor kurzem einen Marathon gelaufen ist, abgesehen davon, dass sie heute, einen Tag später, ihr normales Pensum a la 18km Lauf absolviert. Sie war auch diejenige, die die Anmeldung zum Lauf organisierte. Sie lief, man höre und staune, langsam, circa mein Tempo. Die meiste Zeit liefen wir also als Kollegen zusammen, auch wenn zum Ende hin zwei Gruppen entstanden, wobei ich das auch nicht verübeln kann.

Mir war es ein Rätsel, wie sich meine Kollegen fast die ganze Zeit unterhalten konnten, ich blieb einfach stumm und hoffte nicht zu laut zu japsen. Zwischendurch hatte ich Seitenstechen, aber egal, ich wollte es schaffen. Wir liefen also, ich als stummer Fisch zwischen den eifrig brabbelnden Kollegen, die langsam aber stetig meine Verbündete und mich abhängten. Immerhin hatte ich eine Verbündete, die genauso langsam lief wie ich und der es auch egal war, was die anderen dachten und ihr Tempo durchzog. Irgendwann waren sie und ich dann alleine unterwegs. Dann tatsächlich schweigend für ungefähr anderthalb Kilometer, ich konnte sowieso nicht reden und meine Kollegin schien auch zufrieden und konzentrierte sich auf das Laufen. Aber welche Überraschung, 500 Meter vor Ende wartete die erste Truppe auf uns und gemeinsam liefen wir, alle Kollegen zusammen in einer langen Reihe aufgereiht nebeneinander ins Ziel ein. Es gab sogar Schleichwerbung, es machte anscheinend Eindruck, dass in einer Firma auf die langsamen Läufer Rücksicht genommen wurde und man nur gemeinsam einlief, es wurde groß per Mikro bekanntgegeben.

Mich beeindruckte es auch. Ich habe es schon öfter erwähnt, ich mag meinen Arbeitgeber.

Und am liebsten würde ich meinem ehemaligen Sportlehrer aus Schulzeiten schreiben, ihr wisst schon, der mit der sonoren Stimme, der „Wie fühlt ihr euch?“ nach dem Konditionstraining fragte. Seht ihr, auch aus Sportsnieten können sogar noch Läufer werden, wer hätte gedacht, dass ich mal 7,4km schaffe, ohne tot umzufallen?

Geschafft, juchhei!

KKH_Lauf_Jenny

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