7 Fakten zu meinem letzten Berufseinstieg

Vorweg: Ja, meiner letzter Berufseinstieg, du hast richtig gelesen. Denn ich habe für meinen letzten Job die Branche gewechselt. Ich bin in der Personalabteilung im Bereich Global Mobility, erst jetzt, 7 Jahre nach Magisterabschluss, tätig. Vorher habe ich schon so einige andere Sachen ausprobiert und kann erst jetzt sagen beruflich angekommen zu sein. Hier sieben Fakten zu meinem letzten Berufseinstieg von 2015:

1. Ich hatte noch nie eine solch gute Bilanz beim Bewerbungsmarathon:

30 Bewerbungen

19 Absagen

6 Einladungen, eine 7. kam verspätet

= 20% Erfolgsquote mit Einladung zum Gespräch

2. Noch nie habe ich so vielen Unternehmen abgesagt, obwohl ich bereits eine Zusage hatte.

Von 6 Einladungen 3 Zusagen, aber nur 1 Angebot angenommen

Ich war wählerischer, ich konnte und wollte mich im Gehalt nicht verschlechtern, ich hatte ein extrem schlechtes Bauchgefühl, die Aufgaben klangen öde; die Gründe waren vielfältig. So schwer es mir fiel zu Angeboten Nein zu sagen, ich bin froh, dass ich stattdessen weitersuchte und mich nicht beirren ließ.

3. Vielleicht genau deshalb habe ich noch nie die Bewerbungszeit als so anstrengend, kräftezehrend und deprimierend erlebt.

Ja, es sagten Unternehmen auch mir nach einem Vorstellungespräch ab, was für mich eine ganz neue und ungewohnte Erfahrung war. Genau deshalb fing ich damals diesen Blog an, weil ich nicht glauben konnte alleine zu sein. Weil ich von anderen hören wollte. Weil ich andere an meinen Erfahrungen teilhaben lassen wollte.

4. Auch bei diesem Einstieg bewahrheitete sich wieder der Umweg: Von wegen klassische Bewerbung, Vorstellungsgespräch und dann Anstellung.  Die Anfrage kam nach vorheriger Absage.

Ich hatte mich ursprünglich auf eine andere Stelle im Unternehmen beworben, erhielt eine Absage (immerhin) und hatte im Geiste die Firma schon ad acta gelegt. Urplötzlich kam der Anruf, ob ich nicht Interesse an einer anderer Stelle hätte. Deshalb mag ich meine jetzige Firma, dass auch der Vielleicht-Stapel nochmal angeschaut wurde. War ich für die erste Stelle zu alt und wurde deshalb aussortiert, war man sich nicht zu schade nochmal einer bereits abgesagten Bewerberin eine Chance zu geben für eine andere und noch passendere Stelle.

5. Ich habe noch nie so offen in den Vorstellungsgesprächen für meine jetzige Stelle meine fehlenden Kenntnisse angesprochen. 

Internationales Steuerrecht, Sozialversicherungskenntnisse? Noch nie gebraucht, keine Ahnung, aber wichtiger Teil des neuen Jobs. Das Unternehmen blieb gelassen, als ich in allen Gesprächen ehrlich meine Fehlkenntnis zugab. Dafür konnte ich im Bereich Visum und Umzug punkten. Das Unternehmen fand: das wog genug.

6. Die ersten Wochen im Job nahm ich gelassener. 

Zu oft war ich bereits die Neue, zu oft habe ich hauseigene IT-Systeme kennengelernt, Small Talk mit noch unbekannten Kollegen geführt, habe Passwörter angefragt und mir die Ordnerstruktur angeschaut, diesmal war alles einfacher oder zumindest fand ich es nicht mehr ganz so schwierig, ich fiel zu Beginn nur noch halbtot ins Bett und gewöhnte mich schnell ein.

7. Die ersten 100 Tage sind schon lange um und ich bin immer noch gerne dabei. 

Es ist befreiend endlich zu wissen, was einem beruflich Spaß macht und damit finanziell gut über die Runden zu kommen. Ich habe mich lange schwer damit getan und vieles ausprobiert. Ich bereue meine Umwege nicht, aber es ist gleichzeitig ein unglaublich befriedigendes Gefühl seinen Weg zumindest für jetzt gefunden zu haben.

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