5 Gründe, warum ich blogge

Manchmal werde ich gefragt, warum ich eigentlich blogge. In Zeiten, in denen gefühlt die Hälfte aller Blogs professionalisiert sind und die andere Hälfte sich entweder mit Fashion/Mode, Food, Büchern oder Diät/abnehmen beschäftigen, stellt sich die Frage, warum ich zum Nischenthema Berufseinstieg für Geisteswissenschaftler blogge. Hier gebe ich fünf Gründe.

1. Ich blogge, weil ich den Austausch mit anderen Geisteswissenschaftlern suche und brauche.

Als ich Ende März 2015 mit diesem Blog anfing, war ich arbeitslos. Zu der Zeit bestand meine Hauptaufgabe darin alleine vor dem Computer Stellen zu suchen, bis mir die Augen weh taten. Wenn man so völlig isoliert mit Absagen auf Bewerbungen zu kämpfen hat, kann man schnell verzweifeln. Ich selbst bin in der Zeit ziemlich verzweifelt, siehe auch mein erster Blogeintrag. Über den Blog erhoffte ich mir Austausch, hoffte ich andere Leidensgenossen zu finden.

Nach bald zwei Jahren des Bloggens bin ich froh, dass ich mich getraut habe. Hin und wieder bekomme ich Anfragen, mailen mir Leute ihre Fragen, habe ich es sogar geschafft mich mit einigen persönlich auf einen Kaffee zu treffen. Was ich damals erahnte, hat sich im Nachhinein immer wieder bewahrheitet. Vielen geht es ähnlich. Es gibt einem viel Kraft und ermutigt, wenn man feststellt, dass man nicht alleine ist.

2. Ich blogge, weil mir bei vielen Ratgebern für Bewerbung & Co. die persönliche Note fehlt.

Bin ich Konkurrenz zur karrierebibel? Mitnichten. Auf meinem Blog erzähle ich oft von persönlichen Erlebnissen, wie z.B. die Kaffeetassegeschichte oder berichte von Einzelschicksalen, wie in diesem Fall, bei dem eine Bachelorstudentin der Geisteswissenschaften eine Stelle in Hamburg fand.

Leser haben mir oft schon zurückgemeldet, dass sie insbesondere meine Ehrlichkeit schätzen. Mein Blogeintrag „Bewerbungsfrust: bleib dran!“ ist nur ein Beispiel, es ist eben nicht so, dass wir eine Stellen finden, wenn wir die „zehn Schritte wie man eine erfolgreiche Bewerbung schreibt“ befolgen. Unser Leben ist nicht so glattgebügelt wie uns das hochglanzpolierte Magazine glauben machen. Nein, wir kämpfen noch oder schon wieder. Ich habe meinen Berufseinstieg mal mit einer S-Bahn verglichen. Der Berufseinstieg bei Geisteswissenschaftlern ähnelt oft den langsamen S-Bahnen, die an noch so jedem popeligen Bahnhof halten, nein, wir rauschen eben nicht durchs Leben wie ein stromlinienförmiger ICE.

3. Ich blogge, weil ich Geisteswissenschaftlern, die überlegen selbstständig zu werden, ein paar Tipps mitgeben will.

Als ich damals notgedrungen als Sprachtrainerin und Jazzpianistin selbstständig wurde, stand ich da wie ein Ochs vor dem Berg. Gab es irgendwen, der mir erklären konnte was ich in welcher Reihenfolge zu tun hatte, um selbstständig zu sein? Nein. Ich rief also das Finanzamt an, um zu erfahren, was zu tun sei, die Rentenversicherung und meine Krankenkasse. Alle Behörden schickten mir daraufhin Fragebögen zu, die ich zum Teil überhaupt nicht verstand und ich also viele Rückfragen hatte, was wiederum zu weiteren Telefonaten führte. Als ich damit noch zugange war, hatte ich den ersten Kunden an der Strippe und musste mir auf die Schnelle ein Honorar ausdenken. Nachdem auch das geschafft war, wusste ich nicht wie es mit dem Schreiben der eigenen Rechnung funktioniert.

Um das nochmal ganz klar zu sagen: Meine Beiträge zum Thema Selbstständigkeit sind die absoluten Basics. Ich hätte mir damals gewünscht, dass mich jemand in die richtige Richtung schubst, dazu sind sie gedacht. Nachdem du dich ein wenig in die Thematik eingearbeitet hast, würde ich dir in jedem Fall raten Existenzgründungsseminare zu besuchen, es gibt viel zu beachten und zu bedenken. Ich habe damals mit Kreacon gute Erfahrungen gemacht. Existenzgründungsberater gibt es wie Sand am Meer, aber wenige spezialisieren sich so explizit auf Geisteswissenschaftler.

4. Ich blogge, weil ich Geisteswissenschaftler gerne miteinander vernetzen möchte

Ein bisschen liegt es im Naturell des typischen Geisteswissenschaftlers, das man eher eigenbrödlerisch unterwegs ist. Wir studieren entsprechend unserer Interessen und Neigungen. Was der Rest der Welt so macht, ist uns erst einmal egal. Wir wurschteln zunächst einmal vor uns hin, im Studium und dann später auch beim Berufseinstieg.

Nach vielen Gesprächen mit geisteswissenschaftlichen Berufseinsteigern habe ich gemerkt, dass viele überrascht sind, wenn sie feststellen, dass andere genau die gleichen Probleme beim Berufseinstieg haben. Irgendwie glauben sie immer die einzigen zu sein. Mir ging es zumindest so. Dann freue ich mich Leute miteinander zu verknüpfen oder Wissen weitergeben zu können. Ich empfehle zum Beispiel gerne die Zeitschrift Wila Bonn weiter. Die Wila Bonn durchkämmt wöchentlich deutschlandweit diverse Zeitungen und Jobportale und stellt dann alle Stellenanzeigen, die für Geisteswissenschaftler in Frage kommen, in ihrer eigenen Zeitschrift zusammen. Außerdem gibt es in jeder Ausgabe noch nette Artikel und Tipps. Vor knapp einem Jahr habe auch ich ein Interview gegeben.

5. Ich blogge, weil ich gerne schreibe und glaube, dass Geisteswissenschaftler gerne lesen.

Wer bis hierhin geschafft hat zu lesen: Herzlichen Glückwunsch. Vielleicht bin ich die einzige, aber mich stört es ungemein, dass Artikel in Onlinezeitungen immer kürzer werden und die Bilder und Werbung immer größer. Wenn ich lese, darf ein Beitrag oder ein Artikel gerne mehr als 1.000 Wörter lang sein. Ich habe genügend Phantasie und brauche nicht alle drei Sätze ein neues Bild zur Stimulation.

Umgedreht schreibe auch ich ziemlich lange Blogeinträge, weil mir schreiben Spaß macht. Geisteswissenschaftler haben in ihrem Studium viel lesen müssen, da ich Germanistik studiert habe, kann auch ich ein Lied davon singen. Viel davon war langweilig und öde, aber mit Wörtern zu spielen, das macht mir bis heute Spaß. Kommunikation ist eine unserer großen Stärken. Auch wenn ich hier sehr selten poetische Beiträge schreibe, gib es sie doch. „Freu dich, du bist ein roter Luftballon!“ und „Ohnmacht und Wehmut“ sind zwei Beispiele dazu.

Die Desillusionierung des Weltverbesserers: Segen oder Fluch?

Gestern las ich den Artikel „Ausbeutung im Job: Wenn Selbstverwirklichung zur Selbstverarsche wird“ bei Edition F und dachte mir, da ist jemand ganz schön frustriert.

Ich kenn das von mir, beim Schreiben meiner Magisterarbeit war ich noch enthusiastisch und dachte, dass ich irgendwann schon genügend Geld verdienen würde. Setze mich also hin und schrieb mit Elan Bewerbungen. Ich hatte Glück und fing direkt nach Studiumsende in einer NGO an. Zwar nur Teilzeit, aber es hatte geklappt. Dass das Geld hinten und vorne nicht reichte, war erst einmal Nebensache, Hauptsache Berufserfahrung sammeln. Als ich dann aber nach neun Monaten schon wieder am Schreibtisch saß und Bewerbungen schrieb, weil die Stelle aus finanziellen Gründen gestrichen wurde, war die Motivation schon etwas angeknackst.

Nachdem ich aber mehr als 100 Bewerbungen ohne Erfolg verschickte, wurde der Motivationsfluss immer mehr zu einem Rinnsal. Ich hielt mich also notgedrungen mit einer Selbstständigkeit über Wasser. Als Jazzpianistin und Sprachtrainerin erarbeitete ich mir einen Kundenstamm, lernte zu verhandeln und tauchte in den Versicherungs- und Steuerdschungel ein. Doch schien meine Selbstständigkeit nicht als „echte“ Berufserfahrung zu zählen, die Absagen schwemmten mein E-Mailfach oder Unternehmen glänzten mit zähem Schweigen nach meiner Bewerbung.

Mit jedem weiteren Jahr, das nach meinem Abschluss verfloss und in dem ich immer noch nicht finanziell einigermaßen über die Runden kam, mit jeder Absage, die mir einen Magenstoß versetzte, wuchs Bitterkeit und Frustration in mir.

Jedem Geisteswissenschaftler ist klar, dass sie mal nicht das große Geld verdienen werden. Deswegen studieren sie auch nach Neigung und Interesse. Aber je länger der Abschluss her ist und je öfter man über Finanzierungsmöglichkeiten von so elementaren Dingen wie einer Waschmaschine nachdenken muss, desto mehr sieht man eine Veränderung im Denken eines geisteswissenschaftlichen Absolventen.

Geld ist dann immer noch nicht alles, aber jetzt wachsen langsam die Forderungen. Mit einem Universitätsabschluss in der Tasche, soll die Festanstellung zumindest einen kleinen Urlaub im Jahr möglich machen. Nein, man möchte nun doch nicht Hartz IV beantragen, man möchte nicht mehr jede Woche 60-70 Stunden schufften für einen Hungerlohn. Nein, das große Geld will man immer noch nicht verdienen, aber sich Sorgen um die Miete machen auch nicht. 

Ich habe es an mir selbst gemerkt, Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung, Sinnhaftigkeit schaffen, alles Schlagwörter, die für Geisteswissenschaftler elementar sind, sie wurden immer mehr von den Schlagwörtern ausreichender Verdienst, um über die Runden zu kommen und Anerkennung meines Universitätsabschlusses überdeckt. 

Nach unzähligen Gesprächen mit geisteswissenschaftlichen Absolventen beobachte ich eines: Nach dem Enthusiasmus kommt die Ernüchterung. Wird zunächst die Festanstellung im Kreativbereich mit viel Elan und Überstunden in Angriff genommen, schwinden diese nach und nach und werden ersetzt von der Desillusionierung und Bitterkeit. 

Jetzt werden die Forderungen noch lauter, während andere bereits den zweiten Karrieresprung machen, hangelt man sich von Befristung zu Befristung und schlägt sich mehr schlecht als recht durch. War man vorher bereit für kleines Geld die Welt zu retten, erwartet man nun doch genügend, um sich eine eigene Wohnung leisten zu können. Plötzlich ist man bereit Stellen anzutreten, die man vorher nie in Erwägung gezogen hätte.

Manche erschrecken dann und fragen sich, wo ihr Idealismus geblieben ist. Die Antwort lautet, dass dieser von der scharfkantigen Realität aufgerieben wurde. So langsam dämmert einem, das große Geld wird man wohl nie verdienen, aber mit so wenig Geld und Anerkennung hat man dann doch nicht gerechnet. Jetzt ist man einfach froh, wenn man aus der Arbeitslosigkeit oder Hart IV rauskommt, Stelle oder Befristung hin oder her.

Was bis hierhin wie ein Frustartikel klingt, soll aber keiner sein. Ein Grund, warum ich diesen Blog gestartet habe, war, weil ich glaube, dass es gut ist, wenn Geisteswissenschaftler außerhalb ihrer kleinen Nischen in der freien Wirtschaft unterkommen. Dass sie mit ihrer ungewöhnlichen Sichtweise Lösungen finden und Unternehmen bereichern können. Dass sie auch zufrieden sein können, wenn sie nicht ständig ihr Helfersyndrom befriedigen und „ungeisteswissenschaftliche“ Aufgaben ausführen. Sie können Unternehmen viel geben und erhalten im Gegenzug auch viel zurück.

Ich werde bis heute nicht vergessen wie ich nach vielen Jahren der finanziellen Sorge als Selbstständige meine erste unbefristete Festanstellung antrat in einem noch unbekannten Beruf im Bereich Relocation Management und relativ schnell nach der Probezeit einen dreieinhalbwöchigen Urlaub genehmigt bekam. Im Geiste schüttelte ich ungläubig den Kopf, wohlwissend, dass ich 1. in dem Monat gerade mal 5 Tage arbeiten würde, 2. trotzdem das volle Gehalt ausgezahlt bekam, 3. keine Versicherungen von mir einforderten weiterhin meine Prämien zu zahlen wie ich es als Selbstständige kannte, egal wie meine Einnahmen in dem Monat aussahen und 4. ich auch noch völlig entspannt und ohne Sorge in einen langen Urlaub fahren durfte. Diesen Urlaub schätzte ich mehr als jeden anderen. Ich war dankbar, dankbar, dass ich eine Festanstellung hatte, dankbar, dass ich auf Kosten der Firma entspannen konnte (so fühlte es sich für mich damals an), dankbar, dass ich während meiner Abwesenheit vertreten wurde.

Meine Angst vor der freien Wirtschaft erwies sich als unbegründet. Vielleicht rettete ich die Welt nicht in dem Maße wie ich es gerne gewollt hätte, aber ich konnte viele Fähigkeiten anwenden, die ich während meines Studiums gelernt hatte und die mir von Natur aus lagen. Ich musste mich nicht völlig verbiegen und stand auch hinter den Werten des Unternehmens. Aber all das war nichts gegen die erste Gehaltszahlung, die mir bestätigte, dass ich mir nun nicht jedes Mal Sorgen machen musste, ob ich meine Miete bezahlen können würde.

Zugespitzt formuliert hat mich die Ernüchterung, Desillusionierung und Frustration am Ende zufriedener und dankbarer gemacht. Weil ich gezwungen wurde einen Fuß in Richtung freie Wirtschaft zu setzen und ich langsam merkte, dass sie doch nicht so schlimm war, wie ich mir in meiner blühenden Fantasie zurechtgeträumt hatte. Es war eine harte Schule, bei der der Elan von allen Seiten beklopft wurde und man sich fragte, was, außer der Ernüchterung, bleiben würde. Aber am Ende haben die freie Wirtschaft und ich Frieden geschlossen. Die freie Wirtschaft ist nicht mehr mein Feind.

Die Crux mit der Flexibilität

Nicht schon wieder! Das war mein erster Gedanke als mein Mann mir vor zwei Jahren erzählte, dass er ein Jobangebot bekommen hatte und wissen wollte, ob ich mir vorstellen könnte 800km umzuziehen.

Meine ablehnende Haltung ergibt sich aus meiner umzugsreichen Vergangenheit. Schon als Kind ging es in diverse Länder in Süd- und Nordamerika, bevor auch in Deutschland die Bundesländer NRW, Sachsen, Bayern und Hamburg zur Heimat wurden. Mein nächster Umzug wäre der 12.

Eigentlich müsste man meinen, dass diese Flexibilität und Internationalität mein Aushängeschild sind. Normalerweise sind sie das auch. Ich habe an unterschiedlicher Stelle berichtet, warum mir insbesondere Internationalität bei meiner Arbeit wichtig sind und warum ich bewusst Sprachen im Hinblick auf Internationalität studiert habe. Aber ich muss zugeben, je öfter ich umziehe und je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass jeder Umzug seinen Preis hat.

Manchmal muss ich müde lächeln, wenn wieder die obligatorische Frage gestellt wird, ob ich denn schon in der neuen Stadt angekommen bin. Was heißt denn bitteschön ankommen? Heißt das, dass ich weiß, wo sich der nächste Bäcker findet, ich einen guten Hausarzt gefunden habe und grob weiß wo welcher Stadtteil liegt? Heißt das, dass ich eine erschwingliche Wohnung gefunden und eingerichtet habe? Heißt das, dass ich Leute kennengelernt habe oder vielleicht, dass ich mich heimisch fühle, was auch immer das wiederum heißt?

Anzukommen, so sehr das auch meinen Gesprächspartnern widerstrebt, ist ein Prozess, der meiner Meinung nach nach ca. einem Jahr in der neuen Stadt beginnt. Ich weiß, dass ich mir mit dieser Meinung keine Freunde mache und habe schon diverse Diskussionen geführt, wo mein Gegenüber fast vom Stuhl gefallen ist, weil diese Frage oft in den ersten Monaten nach Ankunft in der neuen Stadt gestellt wird und ich also vehement verneint habe. Anzukommen beinhaltet so viel mehr als die grobe Orientierung, das simple Zurechtfinden im Alltag. Ankommen hat viel mit Menschen zu tun. Mit den Kollegen, aber natürlich auch mit den Menschen, die man außerhalb des Arbeitskontextes kennenlernt.

Ich behaupte, dass man erst nach einem Jahr wirklich anfängt Freundschaften zu schließen, dass Menschen sich öffnen und tiefer Einblick in ihr Privatleben geben. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber meiner Umzugserfahrung nach brauchen viele Menschen einfach so lange bis sie sich öffnen. Wir müssen uns vorher beschnuppern bis eine erste Vertrauensbasis entstanden ist.

Und deshalb ist mir diese ständig propagierte Flexibilität, die oft in Stellenbeschreibungen angesprochen wird, suspekt. Ist es das wirklich wert? Ist es wert für ein halbes Jahr für einen befristeten Vertrag umzuziehen, den ganzen Stress auf sich zu nehmen, wenn man am Ende nicht einmal schafft anzukommen?

Jetzt nochmal langsam: Ich bin absolute Befürworterin, wenn es darum geht ins Ausland zu gehen, egal ob zu Schul-, Studien-, oder Arbeitszeiten. Weg von der Heimat, vom Vertrauten, Aufbruch zu neuen Ufern, da bin ich dabei. Ich finde es ja eher erschreckend wie viele Studenten in ihrer Heimatstadt studieren und gar kein Bedürfnis haben wegzugehen oder wenigstens ein Auslandssemester zu machen, wenn es nicht Pflicht ist. Das ist so ganz gegen mein Naturell.

Grundsätzlich mag ich Flexibilität und habe explizit nach Jobs gesucht, die sie propagieren und leben. Jedoch fällt mir immer wieder auf, insbesondere wenn ich bei meiner Arbeit mit Behörden zu tun habe, dass Flexibilität manchmal ein Fremdwort ist. Dann erlebe ich dieses Scheuklappendenken, diese Einbahnstraße, auf der es klare Grenzen gibt und die sich für mich wie eine Sackgasse anfühlt. Manchmal wünsche ich mir dann, dass ein Sachbearbeiter einer Behörde mal eine Weile ins Ausland geschickt wird und ihm/ihr die Augen geöffnet wird. Da wünsche ich mir mehr Weite und insbesondere das Herz am rechten Fleck, was bei vielen schon ziemlich stumpf geworden scheint.

Flexibilität im Denken, Flexibilität im Leben, im Handeln, an sich ist das etwas Gutes. Das Nonplusultra scheint es ja bei Stellenbeschreibungen zu sein. Ich frage mich manchmal, warum. Was genau ist damit gemeint, flexibel zu sein? Heißt das, man wird ständig auf Reisen sein, heißt das, dass man sich darauf einstellen kann ständig andere Aufgaben betraut zu bekommen? Heißt das, dass Prozesse nicht definiert sind oder ich irgendwie mit dem Chaos klarkommen muss? Oft weiß man es nicht, muss es sich irgendwie zusammenreimen und erfährt hoffentlich im Vorstellungsgespräch was genau damit gemeint war.

Die Erwartungshaltung vom Arbeitgeber bzgl. Flexibilität ist groß. Ich finde jedoch, dass man für sich reflektieren muss inwieweit man flexibel sein möchte und kann. Egal, ob das nun heißt, dass ein Umzug in eine andere Stadt oder gar anderes Land ansteht, ob man viel reisen muss, ob indirekt erwartet wird ständig Überstunden zu schieben.

Flexibilität hat einen Preis. Flexibilität ist eben nicht das Nonplusultra. Die ganze Welt kann das behaupten und Flexibilität mit Lametta behängen, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass Flexibilität ihre Schattenseiten hat. Man sollte es sich gut überlegen, ob man bereit ist für sie zu zahlen oder nicht. Indem man zum Beispiel alle drei Monate in einen anderen Einsatzort kommt. Indem man für die neue Stelle alle Zelte abbricht. Ist es das wirklich wert?

Ein Arbeitgeber kann Flexibilität einfordern, aber das sollte einen nicht davon abhalten für sich zu klären, ob man bereit ist so flexibel zu sein wie es erwartet wird.

Vorsatz geplatzt und nun?

Ich war gestern im Fitnessstudio und habe mich gefreut: langsam lichtet sich der Wald. Zu Beginn des Jahres 2017 war es nicht anders als auch 2016, die Leute standen Schlange, um sich anzumelden; die ersten Januartage war es unerträglich voll und verschwitzt. Das hat keinen Spaß gemacht. Aber jetzt ist das Gros wieder weg, die hochgepuschten Vorsätze haben, wenn überhaupt, zwei Wochen gehalten. Eigentlich mag ich diese Karteileichen gerne, denn sie bescheren mir eine günstigere Mitgliedschaft und stören mich spätestens ab Februar nicht mit ihrer Anwesenheit und erlauben freiere Auswahl an allen Gerätschaften.

Mir ist es bis dato immer noch ein Rätsel, warum gerade beim Jahreswechsel gute Vorsätze gefasst werden müssen. Sie halten sich hartnäckig diese Vorsätze, das kann ich immer wieder neu bestaunen, wenn das lokale Fitnessstudio im Januar schier aus allen Nähten platzt, im November und Dezember zuvor jedoch gähnende Leere herrscht.

Vorsätze, die aufgrund äußerer Umstände gefasst werden und auf eine bestimmte Zeit begrenzt sind, scheinen mir erfolgreicher zu sein. Wie zum Beispiel bei der Bloggerin Thao Tran, die sich vorgenommen hatte, etwas in ihrem Leben zu ändern so lange sie noch ihre Masterarbeit in Vergleichender Literatur- und Kulturwissenschaft zu Ende schreibt. Sie hat gemerkt, dass es einige Faktoren gibt, die es ihr schwermachen, die Arbeit in Ruhe fertig zu schreiben:

Ich habe erkannt, dass ich die Masterarbeit niemals fertig bekommen würde, wenn  es weiterhin so viele Ablenkungen gibt. Was sind diese Ablenkungen? Es sind meine Nebenjobs, der Gedanke, endlich wieder etwas für meinen Blog tun zu müssen, soziale Verpflichtungen, das Internet…

Deshalb hat sie beschlossen für die letzten Monate des Studiums auf die Nebenjobs zu verzichten, nur noch einmal pro Woche etwas für den Blog zu machen und Social Media nur eine halbe Stunde am Tag zu betreiben. Weitere Details ihrer Vorsätze finden sich hier.

Ich weiß nicht, ob sie es tatsächlich durchhält einige Monate so diszipliniert an ihrer Arbeit zu schreiben. Ich wünsche es ihr. Auch wenn ihre Vorsätze immer noch sehr steil und ehrgeizig sind, so gefällt mir an ihrem Plan, dass er auf eine bestimmte Zeit beschränkt ist. Dann lässt sich das schon mal eher durchhalten, weil man weiß, dass es nicht für immer ist. Das ist insbesondere bei Vorsätzen wichtig, die eine radikale Verhaltensänderung einfordern.

Vorsätze sind auch dann eher durchsetzbar, wenn man sich klarmacht, dass sie eine Entscheidung gegen etwas anderes sind. Bei Thao heißt dies zum Beispiel, dass sie lieber auf Geld verzichtet und stattdessen ihre Masterarbeit in Ruhe zu Ende schreibt. Statt Erschöpfung wählt sie lieber Energie.

Ich schrieb in meinem letzten Beitrag, dass ich nicht mehr möchte, dass die Arbeit wieder monatelang in den Vordergrund rückt. Wenn ich mir bewusst mache, dass ich viel ausgeglichener und zufriedener bin, wenn ich mir Termine für Freunde bewusst einplane, hilft mir das meine Arbeit einzuschränken und mal Nein zu sagen. Lieber wähle ich Zufriedenheit statt schlechte Laune und Erschöpfung. Nicht, weil ich meine Arbeit nicht mag, sondern weil das dauerhafte Zuviel mir nicht guttut.

Ich weiß jetzt schon, dass ich sicherlich auch 2017 wieder Überstunden machen werde. Das habe ich ja bereits am ersten Arbeitstag gemacht. Aber ich sehe das gelassen. Mein Vorsatz ist nicht, dass ich nie wieder Überstunden schiebe, sondern dass es mir schneller bewusst wird, wenn die Arbeit zu lange im Vordergrund meines Lebens steht. Mein toller Terminkalender macht mir das bewusst, wenn ich wieder einmal ankreuzen muss, dass ich kaum etwas für und mit meinen sozialen Kontakten gemacht habe. Er ist also meine tägliche Erinnerungshilfe und zeigt mir schnell auf, wenn ich wieder gegenlenken muss.

Nie-wieder-Vorsätze sind utopisch. Wenn sie bei dir geplatzt sind, ist das meiner Meinung nach sogar gut. Denn dann hast du nochmal die Chance dir zu überlegen, worum es bei deinem Vorsatz eigentlich ging. Etwas nie wieder zu tun, kann man sich schenken, das schafft man meist nicht. Aber zu reflektieren warum du dir genau diese Veränderung wünscht, hilft die Weichen richtig zu stellen und in kleinen Schritten in die richtige Richtung zu gehen.

Ich habe mich zum Beispiel hingesetzt und meinen gesamten Urlaub für 2017 geplant. Das habe ich noch nie gemacht, normalerweise habe ich das eher kurzfristig in Angriff genommen oder ganz spontan entschieden. Aber wenn ich gerne mehr in meine sozialen Kontakte investieren möchte, dann muss ich mir die Zeit dafür einplanen. Also habe ich mir kurzerhand für einen geplanten Trip ein Zugticket für Hamburg – München besorgt. Und war erstaunt, dass ich ohne umsteigen mit ICE weniger als 40 EUR für Hin- und Rückfahrt bei der Deutschen Bahn bezahlen musste. Jetzt spare ich durch die frühzeitigere Planung sogar noch Geld.

Diese Aktion hat scheinbar nichts mit der vielen Arbeit zu tun. Gleichzeitig hilft mir die Terminplanung außerhalb der Arbeit zu entsprechender Zeit Nein zu sagen und weniger Überstunden zu machen. Wenn man noch einen Termin am Abend hat, kann man viel leichter die Arbeit Arbeit sein lassen und den Rest am Folgetag machen. Dann passiert es auch nicht, dass Urlaubstage verfallen. Dann steuere ich bewusst gegen zu viel Arbeit und habe ein Gegengewicht. Das finde ich schon mal einen sehr guten Anfang.

Man könnte meinen, dass mein Vorsatz gleich am ersten Arbeitstag in die Hose ging, weil ich länger blieb. Ich selbst bin jedoch total motiviert, so viele tolle Aktionen mit Freunden habe ich noch nie so früh geplant. Da freue ich mich schon drauf. Und dann macht es mir noch weniger aus mal länger zu bleiben, wenn ich weiß, dass ich definitiv viele Male auch rechtzeitig los muss.

Wie geht es dir mit deinen Vorsätzen? Sind sie schon geplatzt? Hast du deshalb gleich von Vorneherein keine neuen Vorsätze gefasst? Ich freue mich wie immer über Kommentare.

Wie viel Arbeit ist zu viel?

Ich hatte heute meinen ersten Arbeitstag nach einer ausgiebigen Weihnachts- und Silvesterpause. Ich war erschrocken, die vermeintlich ruhigen Feiertage produzierten 120 E-Mails. Heute bin ich fast eine Stunde länger als geplant geblieben, es gibt so viel zu tun.

Es ärgert mich, dass ich schon jetzt so viel gearbeitet habe, am ersten Arbeitstag im noch unbedarften Jahr. Ich mag meinen Arbeitgeber, ich mag meine Arbeit. Es macht mir nichts aus mal länger zu bleiben, weil ich meine Arbeit sehr gerne mache. Ich habe hier mal berichtet, was ich den lieben langen Tag mache und warum es mir Spaß macht. Aber, ja, es gibt ein Aber.

Arbeit ist nicht alles. Es ist bei mir noch nie alles gewesen und soll bei mir auch nicht alles sein, bitte nicht. Auch ich habe einen persönlichen Rückblick auf 2016 gemacht. Ich kann diese Rückblicke im Fernsehen ja gar nicht leiden. Die vermeide ich normalerweise tunlichst. Die verursachen nur schlechte Laune. Mein persönlicher Rückblick fühlt sich besser an, ich schaue mir jeden Monat an, was für Highlights es gab, woran ich mich gerne erinnere, woran nicht, was verursachte Wut, Traurigkeit, Glück, Freude? Manche Monate waren erstaunlich voll, viele Ereignisse, die intensiv erlebt wurden. Es gab Monate, in denen ein Gefühl dominierte. Die Südamerikareise in mein Geburtsland ein großer Höhepunkt im März, von dem ich bis heute noch zehre. Aber bis dahin, von Januar bis März dominierte genau ein Begriff: ARBEIT. In Großbuchstaben. Weil ich viel und lange arbeitete, weil die Arbeit viel Zeit, Energie und Raum einnahm. Weil meine Arbeit traditioneller Weise immer zum Jahresanfang Fahrt aufnimmt und viel abverlangt.

Die ARBEIT in Großbuchstaben hat mich zum Nachdenken gebracht. Kann es denn sein, dass gut zweieinhalb Monate nur die Arbeit im Mittelpunkt meines Lebens stand? Was war mit dem Rest? Mit den sozialen Kontakten, Freunden, dem Essen, der Gesundheit, dem Sport, dem Ausgleich zur Arbeit? Dass ich gerne arbeite und viel ist die eine Seite, aber dass für zweieinhalb Monate die Arbeit fast alles ist, kann und darf das überhaupt sein? Darf diese Seite dominieren für so lange Zeit?

Mein Rückblick hat mir zumindest in diesem Aspekt dann doch schlechte Laune gemacht. Denn meine Antwort dazu lautet eindeutig nein. So wichtig ist die Arbeit dann doch nicht. Silke, eine Bloggerin, die ihren Partner Julian mit 30 Jahren verlor, beschreibt es ziemlich gut:

Ich bereute aus tiefstem Herzen, die kurze Zeit, die ich mit Julian in diesem Leben haben durfte, allzu oft mit Überstunden oder sonstigem Stress vergeudet zu haben. All das war niemals wirklich wichtig gewesen. Ich realisierte, worum es wirklich geht im Leben: Darum, zu leben und Zeit mit den Menschen und Aufgaben zu verbringen, die wir lieben.

Mehr zu lesen gibt es hier.

Nein, ich möchte nicht bereuen zu viel gearbeitet zu haben. Ich möchte nicht am Ende meines Lebens sagen, wäre das nicht toll gewesen, wenn ich mehr Zeit mit Menschen verbracht hätte, die mir wichtig waren statt die vielen Überstunden zu machen.

Es macht mir auch jetzt schlechte Laune, dass ich schon heute wieder länger geblieben bin. Bis März soll das definitiv nicht normal sein. Und ich schreibe so offen hier darüber, weil ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin. Unsere Gesellschaft zwängt uns in ein solches Hamsterrad, dass es schwer ist auszubrechen. Ich möchte nicht wieder für 2017 das gleiche sagen müssen. Ich arbeite gerne, darum geht es nicht, aber neben der Arbeit soll eben nicht alles andere ersticken, insbesondere nicht über Monate hinweg, auch wenn es „nur“ zwei sind.

Und weil es mir so schwer fällt, habe ich mir einen besonderen Terminplaner zugelegt. Ein guter Plan ist ein Terminplaner der besonderen Art. Zum Beispiel besteht jeden Tag die Möglichkeit anzukreuzen wie gut man geschlafen, gegessen, soziale Kontake gepflegt hat, ob man sich kleine Gut-Tu-Momente gegönnt hat und wie man sein Stresslevel beurteilt. Es dauert keine Minute jeden Tag anzukreuzen wie man das jeweilige Level bewertet, aber selbst jetzt, seitdem ich ab dem 27.12. jeden Tag fleißig gekreuzt habe, fällt mir bereits auf, was meine Zeitfresser sind und welche Bereiche ich in Angriff nehmen möchte. Neben dem Terminkalenderteil gibt es auch einen ausgiebigen Analyseteil, wo man sich zum Beispiel notieren kann, was einen grundsätzlich glücklich macht und was unglücklich. Eine Aufgabe, an der ich mich gerade versuche, lautet zunächst aufzulisten welche Aufgaben bei der Arbeit einem Stress geben und einen nerven und was passieren würde, wenn ich bei einer Aufgabe einfach Nein sagen würde. Die letzte Frage lautet, dass man sich fragen sollte, was passieren würde, wenn man besagte Aufgabe delegiert oder aber nicht macht.

Diese Perspektive ist für mich neu. Delegieren, gut, da komme ich noch drauf. Aber eine Aufgabe einfach nicht machen? Ich bin ein gewissenhafter Typ, ich will es richtig machen. Etwas einfach nicht zu machen, obwohl ich es soll, hm, damit habe ich so meine Probleme.

Aber genau darüber denke ich gerade viel nach. Ob ich mir dieses „Sollen“ vielleicht selbst auferlege. Was ist, wenn ich es einfach nicht mache? Was ist, wenn ich einfach regelmäßig pünktlich gehe? Was ist, wenn ich in den acht Stunden gut und intensiv arbeite, aber dann einen Schlussstrich ziehe? Was ist das schlimmste, was passieren könnte?

Ich musste mal eine Zeit lang viele Kunden vertrösten, weil meine Abteilung unterbesetzt war und ich nicht für fünf Leute gleichzeitig arbeiten kann. Ich habe also auf gefühlt jede E-Mail geantwortet, sorry, kann ich erst in zwei Wochen bearbeiten, ich bin allein und schaffe es nicht.

Ich war überrascht, wie viel Verständnis mir entgegengebracht wurde. Es gab unter den vielen genau einen Kunden, der es sofort erledigt haben wollte und das in dem Fall auch aus gutem Grund. Wir glauben, weil Menschen an uns herantreten mit einem Wunsch und einer Bitte, dass wir dann gleich sputen müssen. Zumindest glaube ich das. Aber viele Menschen haben Verständnis. Wenn man zwar reagiert, aber gesteht, dass man es nicht machen kann in nächster Zeit, sondern in zwei Wochen. Später als geplant.

Ich wünsche mir für 2017, dass ich noch mehr lerne meine Grenze zu ziehen. Dass ich Arbeit nicht überbewerte und dass ich lerne zu delegieren, aber eben auch mehr Nein zu sagen. Dass ich Kunden vertröste und lieber ein paar Tage mehr als Puffer einplane und die Aufgabe dann ganz bestimmt erledigt bekomme, als mir selbst zu enge Zeitfenster zu setzen und Versprechen dann nicht einhalten kann und mich stresse.

Mich würde auch interessieren, was deine Strategien sind, um Arbeit nicht zu viel werden zu lassen. Das kann auch eine intensive Bewerbungsphase sein. Was machst du, damit du vom Druck nicht überrollt wirst? Wie schaffst du es deine sozialen Kontakte trotz Arbeitslosigkeit, Bewerbungsphase oder Studienabschluss zu pflegen? Ich freue mich wie immer über Kommentare.

Weihnachtsgeschenk: Teilt mir eure Themen mit!

Update vom 01.01.2017: Hurra und herzlichen Glückwunsch, Laura, du hast das Abo gewonnen! Danke fürs Mitmachen. Natürlich können hier weiterhin Kommentare mit Wunschthemen hinterlassen werden.

Ein wundervolles neues Jahr wünscht Jenny! Ganz viel Mut, Kraft und insbesondere Inspiration.

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Liebe Leser,

ich habe mich entschieden dieses Jahr eine Weihnachtsaktion zu starten. Jeder, der unter diesem Beitrag einen gültigen Kommentar hinterlässt, hat die Möglichkeit bei der Verlosung von insgesamt 16 Heften der Wila Bonn mitzumachen, die wöchentlich Stellenanzeigen nur für Geisteswissenschaftler zusammenstellt.

Was genau heißt das:

  • Du hinterlässt bei diesem Beitrag einen Kommentar mit gültiger (hier nicht sichtbar) E-Mailadresse, bei der ich dich bei Gewinn kontaktieren kann. Dein Kommentar beinhaltet einen Vorschlag, der dich brennend zum Thema „Berufseinstieg für Geisteswissenschaftler“ interessiert. Gültig sind nur Kommentare, die einen Vorschlag enthalten. Nicht gültig sind „Gefällt mir“ Klicks oder Kommentare, die mitteilen, dass mein Blog gut/schlecht/langweilig oder sonst wie beurteilt wird oder Vorschläge, dass ich „Wachstum von Petunien in Norddeutschland“ mal genauer untersuchen sollte.
  • Der Countdown beginnt mit Veröffentlichung dieses Beitrags bis zum 31.12.2016, 24:00 Uhr. Jede Person, die bis dahin einen gültigen Kommentar hinterlassen hat, hat die Möglichkeit per Los ein von mir bezahltes Mindestabo der Wila Bonn zu gewinnen.
  • Der Gewinner wird am 01.01.2017 per Los gezogen und hier bekanntgegeben. Ich werde die Person direkt kontaktieren zwecks weiterer Absprache.

Der Hauptgewinn ist wie gesagt das Mindestabo von 16 Ausgaben der Wila Bonn. Die Zeitschrift wertet wöchentlich aus vielen verschiedenen Medien und Zeitungen Stellenanzeigen aus und stellt alle für Geisteswissenschaftler relevanten Stellen nach Postleitzahl geordnet zur Verfügung. Außerdem gibt es jede Woche Artikel zu spannenden Themen, Informationen zu Weiterbildungen, Workshops, usw.

Weitere Infos gibt es hier.

In dem Sinne: Was bewegt dich als Geisteswissenschaftler bei deinem Berufseinstieg, was für ein Thema sollte ich behandeln, wo brauchst du noch Hilfe?

PS: Natürlich kannst du gerne, falls du gerade nicht auf Jobsuche bist, anderen von dieser Aktion erzählen und gerne teilen!

Blogtürchen Nr. 3

Immer wieder begegne ich Studenten der Geisteswissenschaften, die der freien Wirtschaft sehr ablehnend gegenüberstehen. Man studiert bewusst entsprechend seiner Neigungen, ansonsten hätte man BWL oder Jura ausgewählt. Dass die freie Wirtschaft viele Möglichkeiten für Geisteswissenchaftler eröffnet, scheint oft noch nicht angekommen zu sein. Um diese Thematik geht es heute beim Blogtürchen „Die freie Wirtschaft ist nicht dein Feind.“

Blogtürchen Nr. 2, doppelte Ladung

Das Thema Netzwerk ist in aller Munde. Jeder spricht davon auf Veranstaltungen zu netzwerken, es ist en vogue. Mich nervt oft an solchen Modewörtern, dass sie zu Worthülsen verkommen, keiner mir so richtig sagen kann, ob Smalltalk auf einer Messe schon netzwerken ist und vorallem, was das ganze eigentlich soll und warum man sich als eher schüchterner Mensch überhaupt zu durchringen sollte.

Deshalb beschreibe ich in diesem Beitrag „Von der Kunst beim Kaffeetrinken zu netzwerken“ was ich da eigentlich genau gemacht habe und wie mir tatsächlich diese Kaffeegespräche bei der Jobsuche geholfen haben.

Beim Beitrag „Netzwerken klappt nur, wenn man nicht an sich denkt“  geht es darum, dass netzwerken nur funktioniert, wenn man das Wohl der anderen im Blick hat. Denn sonst wird das Netzwerk ganz schnell in sich zusammenbrechen.

Adventsaktion

Ich habe beschlossen eine Adventsaktion zu machen. Während der Adventszeit möchte ich jeden Donnerstag ein altes Blogtürchen für euch öffnen. Das heißt, bereits veröffentlichte Beiträge, die ich besonders wertvoll finde, stelle ich hier nochmal kurz vor.

Heute öffne ich die Blogtür „Das Wunder von Hamburg“: Es gibt auch die Erfolgsgeschichten, eine Bachelorstudentin der Geisteswissenschaften bewarb sich nach Studienabschluss nur in Hamburg und wurde fündig.